Moderne Physik am Samstagmorgen im Winter 2014/15

From Institute for Theoretical Physics II / University of Erlangen-Nuremberg

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Winter 2014/15: Weltall, Mikroskopie, Brownsche Bewegung, und Graphen

Speziell für Schülerinnen, Schüler und interessierte Laien ist die Vortragsreihe gedacht. An vier Samstagen bietet das Department Physik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Einblicke in moderne Forschungsthemen auf einem allgemeinverständlichen Niveau.

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Auch im Winter 2014/15 finden wieder vier Vorträge statt:

  • 17. Januar 2015, Prof. Dr. Uli Katz: "Teilchen aus dem Weltraum und ihre Botschaften"
  • 24. Januar 2015, Prof. Dr. Vahid Sandoghdar: "Die Revolution in der optischen Mikroskopie"
  • 31. Januar 2015, Prof. Dr. Klaus Mecke: "Einstein und die Brownsche Bewegung"
  • 7. Februar 2015, Prof. Dr. Heiko Weber: "Graphen: ein zweidimensionales Material voller Überraschungen"

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Moderne Physik, einfach erklärt

  • Erlanger Vortragsreihe "Moderne Physik am Samstagmorgen" schildert anschaulich aktuelle Forschungsthemen

Speziell für Schülerinnen, Schüler und interessierte Laien ist die Vortragsreihe gedacht, die im Januar und Februar wieder in Erlangen stattfindet. An vier Samstagen bietet das Department Physik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Einblicke in moderne Forschungsthemen auf einem allgemeinverständlichen Niveau.

Die beliebte Vortragsreihe wird zum sechsten Mal angeboten.

Am Samstag, den 17. Januar 2015, geht es im ersten Vortrag um "Teilchen aus dem Weltraum und ihre Botschaften". Die Erde ist einem ständigen Hagel von Teilchen aus dem Weltraum ausgesetzt: Atomkerne, Gamma-Quanten und Neutrinos. Der Vortrag erläutert, wie man diese Teilchen detektiert und was man daraus über den Kosmos und die Teilchen lernt. Der Vortrag wird gehalten von Prof. Dr. Uli Katz, vom Erlanger Zentrum für Astroteilchenphysik.

Im zweiten Vortrag (24. Januar) wird Prof. Dr. Vahid Sandoghdar die “Revolution in der optischen Mikroskopie” vorstellen. Dieses Thema ist hochaktuell, weil einer der Nobelpreise des Jahres 2014 für einen wichtigen Durchbruch auf diesem Gebiet an den deutschen Physiker Stefan Hell verliehen worden ist. 130 Jahre lang schien es so, als könne man in der Mikroskopie Objekte nicht mehr voneinander trennen, wenn sie um weniger als die Lichtwellenlänge voneinander entfernt sind. Prof. Sandoghdar vom Erlanger Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts wird erklären, welche neuen Tricks in den letzten Jahren die Mikroskopie vorangebracht haben. Der Vortrag ist Teil einer weltweiten Reihe von Veranstaltungen zum Jahr des Lichts 2015 der Vereinten Nationen, zu denen auch das Max-Planck-Institut beiträgt (unter anderem mit der “Lichtbühne” an ausgewählten Tagen in der Erlanger Fußgängerzone).

Um "Einstein und die Brownsche Bewegung" geht es am Samstag, dem 31. Januar 2015. Prof. Dr. Klaus Mecke wird zeigen, wie die zufälligen Schwankungen in der Bewegung kleiner Teilchen vor hundert Jahren entscheidende Hinweise über die Natur lieferten. So zeigte Albert Einstein in einer seiner drei berühmt gewordenen Arbeiten aus dem Jahr 1905, dass man aus dieser Zufallsbewegung (der sogenannten “Brownschen Bewegung”) die atomare Struktur der Materie ablesen kann. Heutzutage ist das Studium der zufälligen Schwankungen sehr wichtig für technologische Anwendungen und für die Grundlagenforschung.

Am 7. Februar schließlich berichtet Prof. Dr. Heiko Weber über "Graphen: ein zweidimensionales Material voller Überraschungen”. Das erst seit ca. einem Jahrzehnt weltweit intensiv untersuchte Material Graphen besteht aus einer einfachen Schicht von Kohlenstoffatomen. Zahlreiche außergewöhnliche physikalische Eigenschaften lassen es sehr interessant für Anwendungen erscheinen. Der Nobelpreis des Jahres 2010 wurde für seine Erforschung verliehen.

Alle Vorträge finden jeweils samstags um 11:15 Uhr im großen Hörsaal G des Hörsaalzentrums Physik/Biologie statt. Dieses befindet sich in der Staudtstraße 5 in Erlangen (Haltestelle Sebaldussiedlung, Buslinien 287 und 293). Der Weg zum Hörsaalgebäude wird rechtzeitig vorher ausgeschildert. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Nach den Vorträgen von ca. einer Stunde Dauer gibt es ausführlich Gelegenheit zu Fragen.